
Desertec: Industrieinitiative Dii verstärkt Aktivitäten in Tunesien
• Machbarkeitsstudie für Wüstenstrom in Tunesien gestartet
• Dii eröffnet Büro in Tunis
München/Tunis – Nach den Projektfortschritten in Marokko haben Paul van Son, Geschäftsführer, und eine Delegation der internationalen Industrieinitiative Dii vergangene Woche mit vier Ministern der tunesischen Übergangsregierung weitere Schritte zur Umsetzung der Desertec-Vision vereinbart. Die zuständigen Minister Abdelaziz Rassaa (Industrie und Energie), Rifaat Chaabouni (Bildung und Forschung), Abderrazak Zouari (regionale Entwicklung und Wirtschaft) und Abdelhamid Triki (Planung und internationale Zusammenarbeit) bekräftigten in den Gesprächen in Tunis die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Dii, um gemeinsam Projekte der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu realisieren. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Perspektiven für die junge Bevölkerung, unter anderem durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wissenstransfer.
Machbarkeitsstudie mit Energieversorger STEG Energies Renouvables
STEG Energies Renouvables und die Dii beginnen mit einer Machbarkeitsstudie für große Solar-und Windenergie-Projekte in Tunesien. Untersucht werden die technischen und regulatorischen Vorrausetzungen für den lokalen Stromverbrauch und den Export in Nachbarländer und nach Europa. Ebenso wird die Finanzierung eines möglichen Referenzprojekts in Partnerschaft mit europäischen Staaten, sowie der tunesischen Regierung und Industrie geprüft.
Dii gründet Büro in Tunis
Für die geplanten Arbeiten wird die Dii ein Büro in Tunis eröffnen. Die nordafrikanischen Aktivitäten der Wüstenstrominitiative werden von Tunis aus von René Buchler geleitet. Der Industriemanager arbeitet seit vielen Jahren in der Region und verfügt daher über viel Erfahrung in der Umsetzung von Energieprojekten und dem Aufbau von lokalen Unternehmensstrukturen.
„Die jüngsten Ereignisse in Japan und Nordafrika haben gezeigt, dass ein starker Verbund zwischen Europa und Nordafrika für Wohlstand und Stabilität notweniger denn je ist. Die enge Zusammenarbeit mit der tunesischen Regierung wird einen entscheidenden Beitrag zur Verwirklichung der Desertec-Vision leisten. Wir werden uns verstärkt an die politischen und industriellen Akteure in Europa und MENA wenden, um gemeinsam die Entwicklung von ökonomisch sinnvoller und nachhaltiger Energieerzeugung in Wüstenregionen voranzutreiben“, so kommentiert Paul van Son, Geschäftsführer der Dii, die Aktivitäten in Tunesien.







