Jahreskonferenz 2012

 

Mehr als 500 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie aus insgesamt 48 Ländern diskutierten zwischen dem 7. und 9. November auf der 3. DESERT ENERGY CONFERENCE über den aktuellen Stand der Themen rund um die Desertec Vision. Das Auswärtige Amt in Berlin wurde nicht ohne Grund als Veranstaltungsort ausgewählt. Vor knapp einem Jahr wurde in der deutschen Hauptstadt das Gesetzespaket verabschiedet, das den Startschuss für die deutsche Energiewende bedeutete. Dii vertritt die Auffassung, dass eine isolierte Energiewende nur in Deutschland nicht funktionieren wird. Mit der Strategie „Desert Power 2050“ hat Dii gezeigt, dass der massive Ausbau erneuerbare Energien am besten funktioniert, wenn ein möglichst großer Stromverbund aufgebaut wird. Wenn die Regionen Europa, Nordafrika und der Nahe Osten zusammenarbeiten, ist der Umstieg auf Wind- und Sonnenenergie wesentlich kosteneffizienter zu erreichen, als wenn jedes Land einzeln seine Wind- und Solarkapazitäten ausbaut. 

Wie dies genau geschehen kann diskutierten die Konferenzteilnehmer in insgesamt zehn hochkarätig besetzen Panels. Zur Sprache kamen die notwendige politische Unterstützung bei einer internationalen Zusammenarbeit zur nachhaltigen Energieerzeugung in Wüstenregionen, regulatorische Herausforderungen, technische Möglichkeiten zur Übertragung von Strom über weite Strecken, Lösungen zur Marktintegration erneuerbarer Energien sowie die nachhaltige Entwicklung und Exportchancen für Länder in Nordafrika und dem Nahen Osten. 

Bereits zum zweiten Mal wurde gemeinsam mit dem Desertec University Network der Best Paper Award an junge Wissenschaftler verliehen. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich erneuerbare Energien. Erstmals wurden im Vorfeld Journalistenstipendien vergeben, um fünf jungen Journalisten aus der MENA-Region zur Konferenz einzuladen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren zeigten auch viele Medienvertreter ein großes Interesse an den aktuellen Tätigkeiten der Dii und den Fortschritten zur Verwirklichung der Desertec-Vision.